Gottesdienstpreis 2019 geht nach Württemberg

Pfarrer Dieter Kern aus Michelfeld wurde für sein Angebot der „Spirituelle Kirchenführung“ auf der Herbsttagung der württembergischen Landessynode ausgezeichnet.
Mit dem Gottesdienstpreis möchte die „Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes“ zeitgemäße Gottesdienstformen stärken, 2019 standen dabei meditative Gottesdienste im Vordergrund.

Gottesdienstpreis 2019 geht nach Württemberg

Pfarrer Dieter Kern aus Michelfeld für „Spirituelle Kirchenführung“ ausgezeichnet

 

Stuttgart/Michelfeld. Pfarrer Dieter Kern von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Michelfeld-Gnadental-Neunkirchen hat am Mittwoch, 16. Oktober, zu Beginn der Herbsttagung der württembergischen Landessynode den Gottesdienstpreis 2019 erhalten. Ausgezeichnet wurde er für seine „Spirituelle Kirchenführung“ im Zisterzienserinnen-Kloster in Gnadental bei Schwäbisch Hall. 

 

Der Preis, den die „Stiftung zur Förderung des Gottesdiensts – Karl Bernhard Ritter Stiftung“ seit zehn Jahren vergibt, ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Laudatio auf Kern und seine Kirchenführungen hielt der frühere Regionalbischof von Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt. Er nannte die „Spirituelle Kirchenführung“ ein wegweisendes Gottesdienstkonzept. „Das richtig zu gestalten, ist eine hohe Kunst“ – und Pfarrer Kern beherrsche sie. „Die Teilnehmenden spüren: Hier bin ich willkommen.“

 

Bei seinen „Spirituellen Kirchenführungen“ begleitet Pfarrer Dieter Kern Besucherinnen und Besucher an verschiedene Orte in der Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert. An jedem dieser Orte – etwa vor der Tür, auf der Empore, im Schiff oder am Taufstein – gibt er einen Impuls, liest einen kurzen Text, leitet ein Lied oder eine einfache Bewegungsübung an. Wesentliches Element der Führung ist zudem die stille Einkehr. Sein Ziel: „Menschen erreichen, die wir mit normalen Gottesdienstformaten nicht mehr erreichen.“

 

Pfarrer Dieter Kern teilt sich die Auszeichnung mit einer Pastorin aus Norddeutschland, die auf einer Seebrücke in der Lübecker Bucht zu meditativen Abendandachten einlädt. Die Jury des Gottesdienstpreises zeigte sich beeindruckt von der niedrigschwelligen Form der beiden Wettbewerbsbeiträge. Sie setze keine Kirchlichkeit voraus, sondern spreche die Sehnsucht nach Gott oder nach Transparenz an, begründete sie ihre Entscheidung.

 

Mit dem Gottesdienstpreis möchte die „Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes“ zeitgemäße Gottesdienstformen stärken. 2019 standen dabei meditative Gottesdienste im Vordergrund. Bei der Ausschreibung für den Gottesdienstpreis 2020 geht es um Karfreitagsgottesdienste.

 

Oliver Hoesch

Sprecher der Landeskirche

 

Weitere Informationen zum Gottesdienstpreis und zur „Spirituellen Kirchenführung“ finden Sie unter

www.elk-wue.de/

www.gottesdienststiftung.de