Bericht von der Mitgliederversammlung vom 15.01.2016

Trotz des widrigen Wetters fanden sich am vergangenen Freitag rund 40 Besucher zur Mitgliederversammlung des „Vereins für Diakonie und Seelsorge Vom Einkorn bis zum Bühlertal“ im Evangelischen Gemeindehaus Tüngental ein. Der Verein wird getragen von den Kirchengemeinden Sulzdorf, Hessental und Tüngental. Es können jedoch auch Personen Mitglied im Verein werden, die keiner dieser Kirchengemeinden angehören. Hauptpunkt des Abends war ein öffentlicher Vortrag zum Thema „Begleitetes Sterben“. Die Referentin Gela Henkel- Kochendörfer vom Hospizdienst Schwäbisch Hall verglich die letzte Phase des Lebens mit den winterlichen Verhältnissen, die an diesem Abend herrschten. Der nahende Tod löse bei vielen Menschen Unsicherheit aus. Hier wolle der Hospizdienst mit seinem Angebot Unterstützung bieten. „Denn auch die letzte Phase des Lebens soll von Leben erfüllt sein“, so Henkel-Kochendörfer. Sie stellte das Angebot des Hospizdienstes vor und gab der aufmerksamen Zuhörerschaft auch einige praktische Ratschläge für diese letzte Lebensphase. Unter anderem empfahl sie, sich rechtzeitig zu überlegen, welche Personen im näheren sozialen Umfeld in der letzten Lebensphase eine Hilfe sein könnten. Diese könne zum Beispiel die Nachbarin sein, die sagt: Einmal in der Woche koche ich für euch. Auch gelte es, auf die veränderten Bedürfnisse Sterbender zu achten. Diese hätten häufig ein erhöhtes Bedürfnis nach Geborgenheit, Zuwendung und Berührung.

In der anschließenden Mitgliederversammlung wurde der Haushalt des Vereins verabschiedet und der Werbeflyer des Vereins vorgestellt. Außerdem wurden die Anwesenden eingeladen, Vorschläge für diakonische Projekte zu machen. Gesucht werden Projekte, die Menschen vor Ort helfen, ihren schwierigen Alltag zu bewältigen.

Werner Freymüller

 

Bericht von der Mitgliederversammlung vom 16. Oktober 2015

Auf dem Weg zu neuen Ufern – Bericht aus dem Diakonieverein

Am Freitag, den 16. Oktober 2015, hatte der neue Verein für Diakonie und Seelsorge „Vom Einkorn bis zum Bühlertal“ zur ersten Mitgliederversammlung ins Sulzdorfer Gemeindezentrum eingeladen. Mit etwa 30 Gemeinde- und Vereinsmitgliedern aus Sulzdorf, Hessental und Tüngental waren fast alle Stühle besetzt.

Pfarrer Bullinger leitete den Abend mit einer Andacht zum Monatsspruch des Monats Oktober ein: „Haben wir Gutes von Gott empfangen und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,10) Er berichtete von seiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger und davon, wie herausfordernd dieses Bibelwort ist. Aber er wies auch darauf hin, dass Gott alles in seinen Händen hält.

Nach einer Vorstellung der Aufgaben der Mitgliederversammlung, wie sie in der Satzung geregelt sind, wurde das Sulzdorfer Gemeindeglied Klaus Barth zum Schriftführer der Mitgliederversammlungen für die Dauer der Vorstandsperiode gewählt.

Anschließend erläuterte Pfarrer Kirschmann die Neuausrichtung des Vereins. Er erinnerte daran, dass die Form der Mitgliederbezuschussung keine Zukunftsperspektive hat und dass sich die beiden ehemaligen Krankenpflegefördervereine Tüngental und Sulzdorf, sowie die drei Ev. Kirchengemeinden Tüngental, Sulzdorf und Hessental, vor einigen Jahren auf den Weg gemacht haben, um einen neuen Verein mit einem neuen Vereinsziel zu schaffen.

Die bisherige Bezuschussung der Investitionskosten in der Pflege für Mitglieder des Vereins wird in einem Übergangszeitraum bis Ende des Jahres 2019 fortgeführt. Daneben soll sich der Verein umfassender für diakonische und soziale Anliegen vor Ort engagieren. Eine besondere Rolle kommt dabei weiterhin der Pflegestation von Diakonie daheim zu. Mit einem jährlichen Betrag werden Gesprächs- und Seelsorgezeiten der Schwestern gefördert. Gegenüber dem wirtschaftlichen Wettbewerb soll so das diakonische Profil gestärkt werden. Besonders gehört es aber auch zur Aufgabe des Vereins sich finanziell und durch die Organisation ehrenamtlicher Hilfen mit sozialen und diakonischen Projekten vor Ort in Hessental, Tüngental und Sulzdorf einzubringen.

Im Januar 2015 wurde die neue Satzung von den Sulzdorfer Kirchengemeinderäten besprochen und beschlossen und danach die Vereinbarungsverträge mit den Kirchengemeinden Hessental und Tüngental unterzeichnet. Mit Datum vom 22. Juni 2015 wurde der neue Verein vom Oberkirchenrat genehmigt.

Zu Gast bei der Mitgliederversammlung war Schwester Braz-Grund, die Leiterin der örtlichen Pflegestation, mit einem aktuellen Bericht aus ihrer Arbeit. Kirchenpflegerin Kleinknecht ist kraft Amtes die neue Rechnerin des Vereins und unterlegte den Bericht der Pflegedienstleitung mit Zahlen. Das Vereinsvermögen setzt sich künftig zusammen aus den Rücklagen der bisherigen Vereine und den aktuellen Kassenständen. Herr Traub stellte den letzten Kassenprüfbericht des Sulzdorfer Krankenpflegevereins vor, die beteiligten Personen wurden einstimmig entlastet. Dem bisherigen Rechner des Vereins, Herrn Barth, wurde herzlich für seine Arbeit gedankt.

Schwester Braz-Grund berichtete, dass derzeit 90-100 Personen im Gebiet gepflegt werden, manche davon mehrmals täglich, andere unregelmäßig. Das Team hat einige Wechsel hinter sich, hofft aber, dass sich die Situation stabilisiert. Ein besonderer Höhepunkt war der Begegnungsnachmittag mit Patienten und ihren Angehörigen am 17. September 2015 im Ev. Gemeindezentrum Sulzdorf. Zur Unterhaltung waren die Altenhilfeclowns aus dem Diak eingeladen. Daneben gab es musikalische Stücke und gemeinsamen Gesang, sowie ein Gedichtvortrag aus dem Kreis der Besucher. Der Diakonieverein übernahm die Kosten der Altenhilfeclowns in Höhe von 220,00 €. Ein zweiter Höhepunkt im Jahr war der Gottesdienst mit den Schwestern in Sulzdorf am darauffolgenden Sonntag. In diesem Gottesdienst wurden die Schwestern für ihren Dienst gesegnet.

Eine treue ehrenamtliche Arbeit wird in der Betreuungsgruppe für Demenzkranke geleistet. Der Diakonieverein unterstützte die Gruppe im vergangenen Jahr mit 145,72 €. Schwester Braz-Grund wies darauf hin, dass es in der Gruppe aktuell freie Plätze gibt, die in Anspruch genommen werden können. Aber auch im ehrenamtlichen Bereich wird Unterstützung benötigt. Besonders freuen würde sich die Gruppe über Kuchenspenden.

Die Investitionskosten wurden für Mitglieder im vergangenen Jahr mit 729,50 € bezuschusst. Aktuell hat der Verein insgesamt 182 Mitglieder aus Tüngental und Sulzdorf.

Im zweiten Tagesordnungspunkt des Abends standen Wahlen an. Neben den aus den Kirchengemeinden entsandten Vorstandsmitgliedern, wurden aus der Mitgliederversammlung Hermann Gramm (Tüngental) und Hilmar Roeske (Hessental) in den Vorstand gewählt. Als Rechnungsprüferinnen für die Dauer von zwei Jahren wurden die Kirchenpflegerinnen Katja Schierle (Tüngental) und Sandra Mauer (Hessental) gewählt.

Im dritten Tagesordnungspunkt wurde Beitragsordnung des Vereins festgelegt. Der Mitgliedsbeitrag kostet nun 15.-€ für Einzelpersonen und 25.-€ für Ehepaare oder Familien mit Kindern bis zu 25 Jahren.

In einem abschließenden Tagesordnungspunkt wurde ein Antrag an die Kirchengemeinden formuliert, mit der Bitte die anfallenden Verwaltungskosten zu übernehmen.

Der Abend schloss mit einem umfassenden Dank, sowie dem Hinweis auf die anstehenden Termine.