Kreativ-Café

Dienstag, 15.00 Uhr. Der Kaffeeautomat steht bereit, der Kuchen ist geschnitten, das Geschirr gerichtet. Auf den Tischen stehen die Nähmaschinen und warten darauf, das erste Kleidungsstück zu bearbeiten. An anderen Stellen liegen Wolle mit Häkel- oder Stricknadeln, verschiedene Handarbeitsbücher.

Brigitte Künzel und Iris Nothdurft erwarten die wöchentlichen Besucherinnen des Kreativcafes im Foyer des Freizeitzentrums im Schöneck. Es geht gemischt zu an diesen Nachmittagen. Junge Mütter mit ihren Kindern zwischen 3 Monaten und 10 Jahren, Frauen, die nicht mehr im Berufsleben stehen, Bewohnerinnen des Schönecks und immer wieder neue Gesichter treffen nacheinander ein. Sie alle kommen zusammen, um unter fachkundiger Anleitung einem ihrer Hobbys nachzugehen, den Handarbeiten. Pro Nachmittag kommen ca. 10 bis 12 Frauen und nahezu eben soviele Kinder zusammen.

Bereits seit 2013 gibt es das Kreativcafé, das durch eine Initiative von Katrin Kurz entstanden ist. Für die zahlreichen Kinder steht eine Betreuung zur Verfügung, damit ihre Mütter in Ruhe Kinderjeans ausbessern, die neue Herbstmütze häkeln einen schicken Loup nähen oder zwischendurch Kaffee trinken und plaudern können.

Ziel dieses Zusammenseins ist es, egal ob jung oder alt, mit Kindern oder ohne, mit oder ohne Behinderung, sich kreativ zu betätigen, gegenseitig zu unterstützen und zu ergänzen, Neuigkeiten auszutauschen, Spaß zu haben. Die gute Resonanz zeigt, dass hier mit der Errichtung des Kreativcafes die richtige Entscheidung zur rechten Zeit getroffen wurde!

Nach zwei Stunden atmen die Verantwortlichen tief durch. Froh, diesen Nachmittag wieder erfolgreich bewältigt zu haben. Zufrieden ob der guten Begegnungen, neuer Impulse, nachdenklichen und fröhlichen Erlebnissen. Und dankbar, zu Hause die Füße hoch legen zu können, den Abend zu genießen und in Gedanken schon ein bisschen den nächsten Dienstag vorzubereiten.