ADE

"Sie wollen uns wirklich verlassen?" fragen mich in diesen Wochen viele Menschen. Meine Antwort klingt je nach Stimmung überzeugter oder eher wehmütig. "Ja" sage ich, "denn meine Lebensgeschichte zeigt: wenn ich nochmal etwas Neues anpacken will, dann sollte es jetzt sein. Das ist der Grund, warum ich die Pfarrstelle wechsle. Denn in der Lukasgemeinde ist es doch wirklich schön!"

 

Viele Mitarbeitende schaffen hier in großer Eigenverantwortung oder in anregender Kooperation. Unser Miteinander hat mich froh und reich gemacht. Die Zusammenarbeit im Kirchengemeinderat, unser Sitzungsklima und die Lust in der Gemeinde Bibel, Leben und aktuelle Lage aufeinander zu beziehen, bewahre ich als Schatz und Kraftquelle auch für die Zukunft. Es war Heimat, wie wir auch sonst als Familie aufgenommen waren in der Gymnastikgruppe, in der Jugendband und bei den Begegnungen auf dem Lukasmarkt oder im Egidiocafé.  Wonach wir bestimmt Heimweh haben werden, ist auch der Sonntagmorgen unter dem blauen Lichtkreuz und unser Singen in der Lukaskirche.  Danke für Ihre Offenheit, unsere Gespräche in Ihren Wohnungen und zwischendrin auf der Straße. Danke für sooo vieles, was ich hier gar nicht aufzählen kann.

 

Ich wechsle von Schwäbisch Hall nach Schwäbisch Gmünd. Außer dem verbindenden "Schwäbisch" ist in Gmünd manches anders. Andere ökumenische Aufgabenschwerpunkte locken mich und die fusionierte Gemeinde dort fordert mich in einem Kollegenteam heraus, "Kirche" neu zu denken und zu leben.

 

Am Gemeindefest am 22. Juli ab 10 Uhr verabschieden wir uns über den Tag.  Danach arbeite ich noch bis 31. August und sage schließlich von Herzen "Ade - Behüt Euch Gott".

 

Maike Ulrich
im Juli 2018