Spirituelle Klosterführung als Preisträger!

 

Aus der Pressemitteilung des Gottesdienstinstitutes (zur Förderung zeitgemäßer Gottesdienste), April 2019:

 

Meditative Gottesdienste

werden mit dem Gottesdienstpreis 2019 ausgezeichnet

Abstand nehmen vom Alltag, zur Ruhe kommen, sich für die Begegnung

mit Überraschendem, Transzendentem öffnen – nach solchen Momenten

spirituellen Lebens suchen Menschen heute. Die Karl-Bernhard-Ritter

Stiftung hat darum den Gottesdienstpreis 2019 für »Meditative

Gottesdienste« vergeben. Eine Bewerberin und ein Bewerber – so die

Entscheidung der Jury – werden sich den Preis teilen.

 

Pastorin Katharina Gralla feiert im Sommer eine Atempause am

Meer, eine Abendandacht auf einer Seebrücke in der Lübecker Bucht…

 

Pfarrer Dieter Kern lädt zu spirituellen Kirchenführungen in der

Kirche des Zisterzienserinnenklosters in Gnadental …

ein. Seit 2017 hat der Pfarrer damit sechs Mal immer größere

Besuchergruppen angesprochen. Eine gute Stunde lang führt er die

Menschen an verschiedene Orte der Kirche aus dem 13. Jahrhundert.

Vor der Tür, auf der Empore, im Schiff, am Taufstein und so weiter, an

jedem Ort gibt er einen Impuls, liest einen kurzen Text, leitet ein Lied

oder eine einfache … Übung an. Einzelheiten des Raumes

oder körperliche Gesten werden dabei durchsichtig auf ihren geistlichen

Sinn. Das Glas Wasser, das der Pfarrer wie früher der Pförtner

im Kloster den Ankommenden anbietet, ist ein Zeichen des Willkommens

– an diesem Ort und bei Gott. Die Akustik, die den Gesang wie

von selbst trägt, wird als Sinnbild der Gnade gedeutet, die Wesentliches

im Leben schenkt. Auch diese Andacht der besonderen Art

klingt mit einer Schweigezeit langsam aus, ehe sie vor dem Altar mit

dem Segen schließt.

 

Beide Konzepte haben die Jury für die Verleihung des Gottesdienstpreises

gleichermaßen beeindruckt. Die religiöse Offenheit der Orte

wird zum Anstoß und zum Rahmen für die Gestaltung. Beide Formen

der Andacht sind niedrigschwellig. Sie setzen keine Kirchlichkeit voraus,

sondern sprechen die Sehnsucht nach Gott oder nach Transzendenz

an. Beide bewegen sich zwischen touristischen und geistlichen

Motiven und sind gleichwohl erkennbar christlich. Elemente der

Tradition erschließen sich unaufdringlich und klar. Überzeugte wie

Suchende können sich auf eigene Weise in den Vollzügen einfinden.

Gelungene meditative Gottesdienste kommen mit wenigen, aber intensive

Elementen aus. Sie verzichten auf jedes »zu viel« und öffnen

stattdessen einen Resonanzraum durch einfache, inhaltlich treffende

Sprache, durch zum Ort passende Gesänge und Musik, durch elementare

körperliche Vollzüge. Auch für andere Orte und Gelegenheiten

kann man von beiden Modellen lernen.

 

Preisverleihung 16.10.2019

Personen von links nach rechts: Erster Stellvertr. Synodalpräsident Werner Stepanek, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Dr. Harald Goldschmidt, Pfarrerin Ruth Kern, Pfarrer Dieter Kern, Landesbischof Otfried July, Laudator Regionalbischof i.R. Christian Schmidt.

Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Dr. Harald Goldschmidt, Pfarrer Dieter Kern

Bei der Preisverleihung der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes

vor der Landessynode der Württembergischen Landeskirche am 16.10.2019 im Hospitalhof in Stuttgart.

 

Bausteine der spirituellen Klosterführung zum Herunterladen

Die Führung besteht aus einzelnen Bausteinen, die sehr gut auch in anderen Zusammenhängen verwendet werden können. Sehr gerne können Sie sich diese Bausteine herunterladen und in ihrer eigenen Arbeit weiterverwenden.
Viel Freude damit!

PS: Falls Sie Fragen haben, wenden sie sich bitte an mich. Ich freue mich, wenn ich Ihnen weiterhelfen kann.