Unsere Ehrenamtlichen auf der Kanzel

Prädikantentreffen 2014

Prädikanten sind ein wichtiger Teil des Ehrenamts im Kirchenbezirk.
Prädikantinnen und Prädikanten in unserem Kirchenbezirk sind:


Monika Bohnhoff
Rolf Bullinger
Elisabeth Dorsch
Elisabeth Hammer
Schwester Astrid Henniges
Manfred Kircher
Edith Klug
Kornelia Liebendörfer
Ida Naser
Heinz Neber
Karl-Heinz Pastoors
Jochen Roth
Hans-Joachim Sachse
Frank Schulz
Veronika Stegmeier
Kurt Steiner
Annegret Wolfart

Es gibt zwar verschiedene Gaben, aber es ist immer derselbe Geist...: Zum Prädikantendienst in unserer Kirche

Dekanin Anne-Kathrin Kruse schreibt über die Ehrenamtlichen auf der Kanzel:

Neuerdings heißen „Prädikanten“, die man früher „Lektoren“ genannt hat.

Was ist der Unterschied? Weshalb hat man die Bezeichnung geändert? Und was machen Prädikanten eigentlich genau? Auf diese und andere Fragen im Zusammenhang mit dem Prädikantendienst will ich hier antworten.

 

Was sind Prädikantinnen bzw. Prädikanten?

Das sind Gemeindeglieder, die ausgebildet und beauftragt sind, ehrenamtlich Gottesdienste zu leiten und zu predigen. Die Ausbildung zur Prädikantin wurde in den letzten Jahren wesentlich vertieft und intensiviert. Prädikanten gelten nicht mehr nur als „Lückenbüßer“, wenn die Pfarrerin verhindert ist.

Sie bilden vielmehr ab, was „Priestertum aller Getauften“ genannt wird: Es gibt in der evangelischen Kirche keinen Unterschied zwischen Priestern und „Laien“ im Sinne einer Weihe; die ganze Gemeinde ist „durch die Taufe zu Priestern geweiht“ (Martin Luther, An den christlichen Adel deutscher Nation, 1520). Deshalb ist die Gemeinde es auch, die Gottesdienst feiert, nicht ein Pfarrer. Er leitet den Gottesdienst der Gemeinde nur, weil die Gemeinde ihn aufgrund seiner Gaben und Begabungen zu diesem Amt berufen hat. Genauso beruft sie Ehrenamtliche zu diesem Dienst.

Der Begriff ‚Lektor‘ (= Vorleser) ist deshalb missverständlich, weil er eigentlich die meint, die im Gottesdienst die Schriftlesung übernehmen. ‚Prädikanten‘ ( praedicare= predigen) lesen aber nicht einfach eine Predigt vor, sie leiten einen Gottesdienst mit Predigt. Nach angemessener Ausbildung und Zusatzbeauftragung halten sie auch Tauf- und Abendmahlsgottesdienste.

 

Wie unterscheiden sich dann Prädikanten von Pfarrerinnen bzw. Pfarrern?

Pfarrerinnen und Pfarrer sind als akademisch ausgebildete Theologinnen und Theologen von der Gemeinde in der Ordination lebenslang zum hauptamtlichen Verkündigungsdienst berufen und dazu freigestellt vom Broterwerb. Prädikantinnen und Prädikanten hingegen werden von der Gemeinde zur ehrenamtlichen Verkündigung zeitlich und räumlich begrenzt beauftragt. Was sie auszeichnet, ist ihre Nähe zum Alltag, zur Lebens- und Arbeitswelt, auch derer, die eher eine lose Verbindung zur Kirche haben. Weil sie die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen auch außerhalb kirchlicher Bezüge teilen, können sie unmittelbar von ihrer Lebens- und Glaubenserfahrung sprechen. Sie bringen das Charisma einer lebensnahen, zeitgemäßen Verkündigung mit.