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Verhinderungspflege

Eine wichtige Entlastung für pflegende Angehörige – die Verhinderungspflege
 
Kennen Sie das? Sie pflegen einen nahen Angehörigen jeden Tag. Nun haben Sie eine Einladung zu einer Feier über das Wochenende erhalten. Oder Sie spüren: Ein paar Urlaubstage und damit eine wichtige Verschnaufpause sind dringend nötig. Doch wer kann den Angehörigen in dieser Zeit versorgen, damit Sie beruhigt fahren können?
 
Für solche und ähnliche Situationen hat der Gesetzgeber die Verhinderungspflege eingerichtet. Statistiken belegen, dass diese Leistung aber nur wenig genutzt wird. „Dabei ist es so wichtig, dass Sie als pflegende Angehörige auch Zeiten für sich haben, um aufzutanken, den Blick für andere Dinge frei zu bekommen“, sagt Schwester Margarete Mühlbauer, Leitung des ambulanten Pflegedienstes Diakonie daheim. „Denn wir wissen, Pflege ist anstrengend.“ Deshalb möchte sie gerne dieses Angebot bekannter machen.
 
Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen zu können:

  1. Die Einstufung in eine Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst der Kassen ist erfolgt.
  2. Eine Pflegezeit von mindestens sechs Monaten ist gegeben.
  3. Die Pflegeperson fällt wegen Urlaub, Krankheit oder sonstigen gewichtigen Gründen aus, ist also „verhindert“.

Die Verhinderungspflege wird für maximal 28 Tage pro Jahr gewährt. Man muss sie aber nicht an einem Stück nehmen. Mit dem Betrag von maximal 1 550 € kann ein ambulanter Pflegedienst wie Diakonie daheim beauftragt werden. „In einem Beratungsgespräch besprechen wir mit Ihnen, was Ihnen wichtig ist, und wie wir Ihren Angehörigen so versorgen können, dass er gut betreut und gepflegt ist, während Sie weg sind“, erklärt Schwester Margarete. „Wichtig zu wissen: Diese Leistungen können zusätzlich genutzt werden.“
 
Wenn Sie mehr wissen wollen, rufen Sie bei Ihrer Teamleitung, Schwester Magdalene Werner, an. Tel.: 0791-857040.