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Ökumene - Was ist das?

Ein Beispiel, um zu verstehen, worum es bei der Ökumene geht:

Lena soll getauft werden. So wollen es die Eltern. Doch in welcher Kirche? Die Mutter ist evangelisch, der Vater katholisch. Und dann gibt es noch Schwierigkeiten mit den Paten. Eigentlich wollten die Eltern gerne einen Freund des Mannes, der aber griechisch orthodox ist. Auch eine Tante von Lena wäre gerne Patin, die aber ist schon vor langer Zeit nach England gezogen und gehört jetzt zur anglikanischen Kirche. Und der dritte Pate gehört einer Freikirche an, in der keine Kinder, sondern nur Erwachsene getauft.

Das Beispiel lässt uns fragen: Was verbindet Christen untereinander, was trennt? Die Unterschiede zwischen den christlichen Kirchen und Konfessionen sind auf den ersten Blick groß. Doch sind sie es wirklich? Ist es nicht ein und dieselbe Taufe, mit der alle Menschen gleich welcher Herkunft getauft werden? Was sollte daran hindern, dass diese Menschen gemeinsam das Abendmahl feiern?

Mit solchen Fragen nähern wir uns dem Leitwort Ökumene. Es kommt aus dem Griechischen und heißt »bewohnter Erdkreis«. Damit verweist es auf das Zusammenleben Verschiedener an einem Ort und auf die Frage, wie dieses Miteinander zu regeln sei. Im engeren Sinn meint Ökumene die Gemeinschaft von Christen über Länder  und Kirchengrenzen hinweg.

Auch in den sieben Kirchenbezirken in Hohenlohe gibt es verschiedene Kirchen und Konfessionen. Miteinander sind wir im Gespräch im Versuch, nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen: unseren Glauben an Jesus Christus.