Wissenswertes zu Gemeinde und Kirche

Auf der westlichen Höhe von Schwäbisch Hall, südlich der Reifensteige, zwischen dem Schulzentrum West und dem Berufschulzentrum liegt der Stadtteil Tullauer Höhe/Hagenbach. Ihm entspricht der Seelsorgebezirk der Lukasgemeinde. Sie gehört zur Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall.

 

Ursprünglich gehörte der Weiler Hagenbach politisch zu Bibersfeld, aber kirchlich zur Katharinenkirche in Hall. 1970 erwarb die Katharinenkirche den Bauplatz am Hagenbacher Ring von der Stadt. Ein erster Schritt zur Eigenständigkeit war 1971 die Errichtung eines Montage-Gemeindehauses in dem rasch wachsenden Stadtteil. Immer mehr Gruppen und Kreise belebten die Räume. Manchmal herrschte drangvolle Enge.

 

1976 wurde die Gemeinde Tullauer Höhe-Hagenbach gegründet. Der Gemeinde wurde 1979 die Vikarin zur Dienstaushilfe Eva-Maria Bauer-Agster zugeteilt. 1980 erlangte die Gemeinde ihre Selbstständigkeit. 1981 wurde Frau Bauer-Agster erste Pfarrerin der Gemeinde.

1986 erhielt die Gemeinde den Namen LUKASGEMEINDE.

 

Pfarrerin Eva-Maria Bauer-Agster und ihr Mann Pfarrer Hans-Ulrich Agster gehörten zu den ersten Pfarrersehepaaren, die sich eine Pfarrstelle teilen durften. Das war für die Gemeinde ein großer Segen.

 

Unter dem Leitwort aus Lukas 13,29 „Und es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und Süden, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes“ wurde 1989 die Lukaskirche mit Gemeindezentrum eingeweiht.

  

 

Das Leben in Kirche und Gemeinde soll anziehend sein und ausstrahlen in den Stadtteil und darüber hinaus. Dabei sollen der Welthorizont und der Horizont der Gemeinde aufeinander bezogen bleiben.

  

 

Der Bildhauer Bernd Stöcker schuf die wunderschönen Prinzipalien – Altar, Ambo und den achteckigen Taufstein, dazu die Lukasfigur - der Evangelist mit seiner Botschaft aus dem Felsgestein heraustretend.

  

 

Der Glaskünstler Raphael Seitz gestaltete die Glasfenster mit dem Lichtkreuz des achteckigen Kirchenraumes nach Motiven aus dem Lukasevangelium: 

Im Ostfenster Geburt Jesu, Licht/Finsternis, Schöpfung.

Im Südfenster Passion u. Auferstehung, finstere u. leidvolle Verhältnisse der Welt des Todes – neues Leben im Licht der Auferstehung, Erlösung.

Im Westfenster Himmelfahrt, Verheißung der Heiligen Geistkraft, der Segen des Abschieds, die unbegrenzte Gegenwart Jesu, die Heiligung der Menschen.

Im Nordfenster Wiederkunft Jesu, Kommen des Reiches Gottes Durch-blick auf eine neue Welt, Vollendung.

Die vier Hauptfenster werden an der Decke zum Lichtkreuz zusammengeführt. Aus ihm deuten sich die Strahlen aufgehenden Lichtes an. Bei der Taufe spiegelt es sich im Taufwasser.

  

 

Auch das Altarkreuz gestaltete Raphael Seitz. Da fügt er die Acht als Symbol für die Auferstehung hinein. Die beiden Leuchter für den Altar gestalteten Bernd Stöcker und Raphael Seitz im Sinn der Christusworte „Ihr seid das Licht der Welt“ und „Ich bin das Licht der Welt“.

  

 

Die Kirche ist wohltuend hell und lädt zum Innehalten ein, ebenso wie zum Feiern der Gemeinschaft von Mensch und Gott.

 

Kirchengemeinderätin Edith Klug, Juni 2017