Unsere Kirche

Die Kirche heute

Die evangelische Kirche in Mainhardt ist wahrscheinlich die größte Dorfkirche Deutschlands. Die von 1848-1850 erbaute Kirche ist 40 Meter lang und 20 Meter breit. Ursprünglich hatte die Kirche zwei Emporen und eine Höhe von 20 Metern. Rund 3000 Menschen konnten in dieser Kirche Platz finden.

 

Wie kommt es, dass so eine große Kirche in dem früher armen Dorf Mainhardt gebaut wurde?

Ganz einfach: Diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass die Kirche so groß gebaut wurde, waren nicht dieselben, die die Kirche zahlen mußten. Anders gesagt, dem Bau der Kirche ging ein 29 Jahre dauernder Rechtsstreit voraus. Die evangelische Kirchengemeinde Mainhardt erstritt vor dem königlichen Gerichtshof in Ellwangen (von 1829 – 1848) gegen die katholischen Standesherrschaft, die Bartensteiner, die die Baulast hatte, den Bau der überdimensionierten Kirche. Das ist ungewöhnlich für eine evangelische Kirche, aber wer zahlt, bestimmt auch. Noch heute ist das Wappen der Bartensteiner über dem Haupteingang der Kirche zu sehen.

 

1854 finanzierte die Kirchengemeinde eine zweimanualige romantische Orgel der Firma Laukhuf aus Weikersheim. Sie hatte 27 Register und 1620 Pfeifen.

1936 wurde elektrische Beleuchtung in die Kirche eingebaut und auch ein Orgelmotor angeschafft.

 

1. Umbau

Da die Kirche ursprünglich keine Heizung hatte und durch ihre Größe sehr kalt war, wurde 1938 nach Plänen von Architekt Dr. Schnell ein Wintersaal in die Kirche eingebaut, der 400 Menschen Platz bot und mit einem Holzofen beheizt werden konnte.  

 

2. Umbau

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche nach Plänen des Schorndorfer Architekten Peter Haag von 1960 - 1962 umgebaut. Die 2. Empore verschwand. Zudem wurde in die Kirche ein Gemeindehaus mit modernen Gruppenräumen eingebaut, indem ungefähr ein Viertel der Grundfläche von der Kirche abgetrennt wurde. Professor  Rudolph Yelin aus Stuttgart gestaltete eine Altarwand aus holländischem Klinker, die biblische Motive aufnimmt. Auf dem 5 Tonnen schweren Altar steht ein vergoldetes Holzkreuz.

3. Umbau

 

Von 2000-2002 wurde das Gemeindehaus erneut grundlegend umgebaut. Den Plan für diesen Umbau entwarf Architekt Ludger Schmidt vom BauAtelier Golze.

 

Zwei große Säale, schöne kleine Nebenräume wurde geschaffen. Durch Licht von oben wirkt das Haus hell und transparent. Sandstein, Beton, Glas und Holz sind die prägenden Baumaterialen. Ein harmonisches Mit- und Ineinander von alt und neu zeichnen diesen Umbau aus. Durch den Einbau eines Aufzugs können auch Senioren und behinderte Menschen ohne Schwierigkeiten in alle Stockwerke gelangen. Schmuckstück des Umbaus ist die neu gestaltete Westfassade mit der großzügigen Holzterrasse. Die Heizung von Kirche, Gemeindehaus und Pfarrhaus ist nun im Keller des Pfarrhauses untergebracht. Durch 3500 Stunden Eigenarbeit haben Mainhardter Kirchenmitglieder diesen Umbau möglich gemacht. Die schönen Räume im Gemeindehaus können auch angemietet werden.