Unsere Kirchen

 

 

St. Maria Gailenkirchen

Im ummauerten ehemaligen Friedhof steht die Kirche der heiligen Maria. Eine Kirche gibt es vermutlich mindestens seit 1266, als der Ortsname Gilen in Gailenkirchen umgewandelt wurde.
Von der alten Kirche ist noch der kreuzrippengewölbte Turmchor mit einem gotischen Tabernakel erhalten. An der Tür vom Chor zur Sakristei steht die Jahreszahl 1411. Der Pfarrer erschien bis 1803 sowohl bei der hällischen als auch bei der hohenlohischen Synode. Hall hatte das Recht, den Pfarrer zu prüfen und zu bestätigen. 1847 trugen die Baulast der Kirche je zur Hälfte der Staat und die Standesherrschaft Hohenlohe-Waldenburg. Sie hatte zu jener Zeit das alleinige Recht, den Pfarrer einzusetzen, musste ihn bezahlen und das Pfarrhaus unterhalten. Der alte Altaraufsatz mit Gemälde stammt aus dem 17. Jahrhundert, der Taufstein ist von 1738.
1929 wurde das Kirchenschiff erneuert. Die an der Südseite angebrachte Sonnenuhr trägt die Jahreszahl 1757. Noch erhalten sind drei Glocken, die größte von 1513, eine mittlere von 1482 und eine kleinere von 1480. 1963 wurde das Geläut durch Spenden aus der Bürgerschaft um zwei weitere Glocken ergänzt.

 

 

St. Georg Gottwollshausen

Vor dem Altar steht das Taufbecken von 1691. Hinter dem Altar befindet sich die Orgel.

In Gottwollshausen soll es bereits im 11. Jahrhundert eine Kirche gegeben haben. Die Edlen von Gottwaltshusen sollen sie abgebrochen und an der Stelle ihrer Ortsburg größer neu errichtet haben. 1385 wurde die Kirche geweiht. Die Kirche war innen mit Freskomalereien dekoriert, die 1689 renoviert wurden und von denen an der Nordwand noch einige erhalten sind. Auch das steinerne Tabernakel stammt aus der Erbauungszeit. Der hölzerne Tauftisch ist von 1691 und wurde von ortsansässigen Bürgern und Mitgliedern des Haller Rates gespendet.
Durch die Stiftungen der Güldin von Gottwollshausen an die Johanniterkommende in Hall gab es eine enge Bindung  an die Kommende. Die Kirche in Gottwollshausen war die Mutterkirche des Weilers in Hall, wo die Johanniter ihren Sitz hatten. 1805 wurde die Pfarrei des Hospitals zum Heiligen Geist mit der Pfarrei von Sankt Johann und Gottwollshausen verbunden. 1812 wurde jedoch diese Pfarrei aufgehoben. St. Johann wurde mit St. Katharina vereinigt und der Pfarrort Gottwollshausen mit dem Weiler Sülz kam als Filialpfarrei zur Pfarrei Gailenkirchen.
Wegen der einstigen Zugehörigkeit zur Kommende hatte 1847 die Baulast an der Kirche der Staat. Zu jener Zeit befanden sich noch zwei Seitenaltäre und ein hölzerner, bemalter und mit Schnitzereien versehener Hauptaltar in der Kirche, von dem heute noch zwei Predellen vorhanden sind. Sie stellen Christus und die zwölf Apostel als Brustbilder dar. Die Bilder stammen aus dem späten Mittelalter.
Die Kirche hat drei Glocken. Die größte Glocke ist von 1509, die mittlere von 1951 und die kleine von 1926. Der eiserne Glockenstuhl und das elektrische Läutwerk wurden 1964 eingebaut.