Krankenpflegeförderverein

Auf Betreiben des Haller Dekans wird 1978 im Rahmen der damaligen Sozialgesetzgebung ein Krankenpflege(förder)verein Bubenorbis-Geißelhardt gegründet und eine Krankenpflegestation in Bubenorbis eröffnet. Die Gemeindeglieder machen begeistert mit. Über die Hälfte werden Mitglieder. Im November 2003 konnte das 25-jährige Bestehen gefeiert werden.

 

Der Krankenpflegeverein unterstützt finanziell (Mitgliedsbeitrag 17 €) und ideell das Pflegeteam Diakonie daheim Mainhardter Wald (Tel: 07903 / 7529). Die Büroräume des Pflegeteams befinden sich in der ehemaligen Bäckerei Eisemann in Mainhardt, Am Marktplatz.

 

1. Vorsitzender des Vereins ist Rainer Gebhard
2. Vorsitzender des Vereins ist Pfarrer Matthias Herrmann

Dem Ausschuss gehören zusätzlich an:

Frau Irene Schmiech (Schriftführerin und Kassenwesen), Herr Hermann Müller aus Bubenorbis, sowie Frau Rosemarie Knapp und Frau Gabi Bühler aus Geißelhardt .

 

Der Verein veranstaltet regelmäßig Informationsabende zu aktuellen Themen.

 

Nach Einführung der Pflegeversicherung und der Neuordnung des medizinischen Dienstes haben sich die finanziellen Aufgaben des Vereins geändert. Er deckt nun vor allem die "seelsorgerlichen" und jene pflegerischen Dienste ab, die nach dem derzeitigen Abrechungsmodus wegfallen oder privat bezahlt werden müssten. Das diakonische Profil kann so noch stärker zum Ausdruck kommen. Die pflegerische Arbeit darf eben nicht nur unter funktionellen und kühlen finanziellen Gesichtspunkten gesehen werden.

 

Die ideellen Aufgaben bleiben. Sie werden wohl noch ein größeres Gewicht erhalten (Lobby für Kranke und Pflegebedürftige).

 

Der Verein freut sich über neue Mitglieder. Wenden Sie sich doch einfach an einen der beiden Vorstände.

 

 

 

Vortrag: Heilkraft durch Bewegung

Vortrag beim Krankenpflegeförderverein Bubenorbis-Geißelhardt

Der 1. Vorsitzende Rainer Gebhardt begrüßte neben den zahl-
reich erschienen Teilnehmern im Bürgerhaus Bubenorbis die
beiden Referenten des Abends Chefarzt Dr. Dirk Steinhagen
und Oberarzt Dr. Sven Hingelbaum, Fachärzte für Orthopädie
und Unfallchirurgie im Diakonieklinikum Schwäbisch Hall. Er
führte danach die Teilnehmer in das Thema Bewegung ein.

Rainer Gebhardt brachte zur Einführung folgende Zitate:

- “Das Leben besteht in der Bewegung und hat sein Wesen
   in ihr” (Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, Autor und Hoch-
   schullehrer)

- “ Bewegung ist die Seele aller Dinge” (Paul Klee, Künstler)

- “Wandern  ist mein Energiespender” (Gerlinde Kaltenbrunner,
  österreichische Bergsteigerin)

Im Magic of Walking von Aaron Sussmann und Ruth Goode erfahren
wir
- Laufen ist eines der ersten Dinge, die ein Kind tun möchte und
  eines der Dinge, die man am schwersten aufgeben will.
- Laufen ist eine Bewegung , die keine Turnhalle braucht
- Wer sagt, er hätte keine Zeit für Bewegung, wird sich früher oder
  später Zeit für Krankheiten nehmen müssen.

Zu den medizinischen Fachthemen führten aus:

Dr. Sven Hingelbaum
“Wer rastet, der rostet” - Regelmäßige Bewegung ist eine wichtige
Strategie zur Gesunderhaltung der Gelenke. Aber auch dann, wenn
Knie, Hüfte oder Finger erste Zeichen des Gelenkverschleißes
(Arthrose) aufweisen, spielt die richtige Bewegung eine zentrale
Rolle, da sie die Therapie sinnvoll unterstützen kann. Darüber
hinaus wird auch die Muskulatur trainiert – und ein gut trainierter
Muskelmantel entlastet die Gelenke. Grundsätzlich gilt: Viel
bewegen, wenig belasten. Krankengymnastik ist nach ärztlicher
Beurteilung zu empfehlen, wenn das Gelenk Beschwerden und
Schmerzen bereitet. Oft nimmt der Patient eine falsche Haltung
ein, so dass es zu Fehlbelastungen kommen kann. Ein wichtiger
Bestandteil der Krankengymnastik kann die Ergotherapie sein.
Dabei lernen Betroffene mit Arthrose richtig mit den alltäglichen
Belastungen umzugehen und mögliche Hilfsmittel sinnvoll
und richtig einzusetzen.  Die Krankengymnastik wird in der Regel
beim Physiotherapeuten durchgeführt. Übergewichtigen Patienten
sollte eine Gewichtsreduktion empfohlen werden. Oft kann dann
auf Medikamente verzichtet werden.

Dr. Dirk Steinhagen
Der Referent stellt die operativen Behandlungsmöglichkeiten bei
Artrose vor. Er empfiehlt auch die Krankengymnastik. Anhand von
Bildern wird gezeigt und erklärt welche Prothesen z.B. beim Hüft-
gelenk sinnvoll sein können.
Die Orthopädie beschäftigt sich mit den degenerativen und ange-
borenen Störungen des Bewegungsapparates. Pro Jahr werden
in Deutschland etwa 200.000 Hüft und Knieprothesen implantiert.
Es sind auch in den letzten Jahren Verfahren zur endoprothetischen
Versorgung der kleinen Gelenke entwickelt worden. Zu erwähnen
sind hier Schulter-, Ellenbogen und Sprunggelenk. Entwicklungs-
bereiche sind auch die orthopädische Fuß- und Rheumachirurgie.
Der Patient im Diakoniekrankenhaus kann ganzheitlich orthopädisch
behandelt werden, es kann dort individuell auf die Beschwerden
und Bedürfnisse des Patienten eingegangen werden.

Diskussion: Von der Möglichkeit Fragen zu stellen wurde rege
Gebrauch gemacht.

Bevor der Männergesangverein Bubenorbis den Abend musikalisch
abrundete, berichtet Rainer Langenstein über seine positiven
Erfahrungen im Sport, empfiehlt aber den Sport dosiert zu betreiben.

Werner Köpf

 

 

Neuer Prospekt

Vom Krankenpflegeförderverein gibt es einen neuen Prospekt.
In Absprache mit dem Vorstand wurder er von Gisela Kurz gestaltet.
Vielen herzlichen Dank.

Den Prospekt kann man beim Pfarramt oder in den Kirchen erhalten

Vortrag über Depressionen im Ev. Gemeindehaus Geißelhardt

Auf Einladung des Krankenpflegefördervereins Bubenorbnis-Geißelhardt
referierte kürzlich die Haller Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie
Dr. Ulrike Schroeter im Gemeindesaal in Geißelhardt. Das Interesse der
Teilnehmer war groß; es gab keinen freien Platz mehr im Gemeindehaus.
Die Veranstaltung wurde durch den Gesang des gemischten Chors
Waldeslust aus Rappenhof musikalisch umrahmt.

Der 1. Vorsitzende, Rainer Gebhardt begrüßte die Teilnehmer. Pfarrer
Bernhard Glück zitierte in seinen Grußworten die Bibel. Er sagte,
es gibt durchaus Hinweise in der Bibel die das Thema Depressionen
ansprechen. Aus der Bibel: “Mein Herz ist krank” oder “Heile du mich,
HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen”.

Die Referentin des Abends: Auch wenn jeder ab und zu mal tieftraurig ist,
geht es bei der Depression mehr um eine schwere Erkrankung, die
sich darin zeigt dass man sich völlig niedergeschmettert und wertlos
fühlt und mit starken Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Das kann schon
eine schwere Depression sein. Besonders wichtig ist der Fachärztin zu
wissen, das die Depression eine seelische Erkrankung und keine geistige
Krankheit ist.
Früh-Warn-Symptome – oft monatelang vor der Erkrankung sind:
Ein- und Durchschlafstörungen – ständige Müdigkeit und Erschöpfung -
Lust- und Interesselosigkeit – Verlust an Fröhlichkeit, Gereiztheit,
sexuelle Funktionsstörungen und körperliche Symptome wie z.B. Kopf-
und Gliederschmerzen, Rückenschmerzen.
Ohne Behandlung kann es zu schweren Schlafstörungen, morgendliches
Früherwachen, Antriebsstörungen, Energielosigkeit, Appetitminderung, Gewichts-
verlust, quälende innere Unruhe, Angst und Panik bis zu Suizidgedanken kommen.
Ursache einer Depression kann sein: äußere Anlässe z.B. Trauer und Tod von
nahestehenden Personen, Überlastung bei dauerhaften familiären oder partner-
schaftlichen Problemen, dauerhafte Konflikte und Stress am Arbeitsplatz.
Was kann man vorbeugend tun– auf Ausgewogenheit zwischen An- und Ent-
spannung achten, genügend Ruhepausen und Muse, Urlaub, soziales
Umfeld pflegen, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung mit wenig Alkohol.
Nicht zu lange zuwarten und rechtzeitig fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Rainer Gebhardt danke Dr. Ulrike Schroeter für den interessanten und informativen
Vortrag und Pfarrer Bernhard Glück ließ die Veranstaltung mit seinen Abendgedanken
ausklingen.
Werner Köpf



Mitgliederversammlung am 23.10.2014

Krankenpflegeförderverein Bubenorbis-Geißelhardt
Am 23.10.2014 fand die Mitgliederversammlung des Krankenpflegeförderverein Bubenorbis-Geißelhardt im Gemeindehaus Geißelhardt statt, bei der Pfarrer Glück 32 Besucher begrüßen konnte.

Zunächst referierte der Urologe Dr. Nonnenmacher zum Thema „Gesunde Männer“.

Männer haben ein größeres Gesundheitsrisiko (z.B. durch gefährlichere Berufe und dadurch bedingt auch durch mehr Arbeitsunfälle oder durch selbstschädliches Verhalten – Alkohol, Drogen).

Die medizinischen Vorsorgeangebote für Männer sind geringer bzw. es gibt sie noch nicht sehr lange und v.a. sie werden viel zu wenig wahrgenommen. „Frauen hören viel mehr auf ihren Körper“.

Dr. Nonnenmacher belegte mit entsprechenden Statistiken, dass zunehmend Männer durch die Lebensumstände (Stress im Beruf, Erwartungshaltungen der Gesellschaft) auch psychische Probleme haben. Sein Schlussappell an die Männer lautete: „Männergesundheit ist nicht nur die Prostatauntersuchung; Prävention ist sehr wichtig!“

Im Anschluss an seinen einstündigen Vortrag beantwortete er Fragen aus dem Publikum.

 

Im Vorfeld der Wahlen fand eine Diskussion über den Fortbestand des Krankenpflegefördervereins statt.

- Auflösung, da nicht mehr zeitgemäß?

- Wofür steht der Verein?

·         Der Verein unterstützt „Diakonie daheim –Pflegeteam Mainhardter Wald“ ideell und finanziell z.B. mit einem Betrag für „Seelsorgeminuten“ die konkret den Patienten zu Gute kommen. Also die Zeit, die die Schwestern bei Patienten für Gespräche aufbringen, die nicht abgerechnet werden kann (2014 betrug dieser Betrag 2/3 der Summe der Mitgliedsbeiträge).

·         Für Mitglieder, die von Diakonie daheim betreut werden, übernimmt der Verein

50% der Investitionskosten und unterstützt sie maximal 3 Monate bis zur       Einstufung in eine entsprechende Pflegestufe.

·         Eine Unterstützung in alters- und krankheitsbedingten Notsituationen ist  nach vorhandenen Möglichkeiten möglich.

 

Der Vorstand besteht aus 7 Personen;

3 Mitglieder „Kraft Amtes“ (Pfarrer der Kirchengemeinden sowie die jeweiligen KirchenpflegerInnen) und

4 aus der Mitgliederversammlung zu wählenden Personen.

Der Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen:

Rainer Gebhardt (1. Vorstand),Pfarrer Bernhard Glück (2. Vorstand), Heide Hannemann (Kassier), Irene Schmiech (Schriftführer), Gabi Bühler, Rosemarie Knapp und Hermann Müller.

Die geänderte Satzung wurde mit einer Stimmenthaltung angenommen.

Der Vorstand möchte den Krankenpflegeförderverein wieder mehr beleben, zunächst wird ein Flyer entworfen und 1 x jährlich möchte man einen Vortrag bzw. Kurs anbieten.

(Irene Schmiech)