Taufe - der Einstieg in ein Leben mit Gott

Die Taufe gehört zu den Mitteln, durch die Gott sein Heil zueignet. Damit steht sie neben der Verkündigung des Evangeliums und der Feier des Abendmahls. Mit der Taufe wird gültig bezeugt: Das durch Christus am Kreuz erworbene Heil kommt dem Täufling zugute.
 
Mit der Taufe ist die Aufnahme in die Gemeinde verbunden. Deshalb hat sie ihren Ort in der Regel im Gottesdienst der Gemeinde. Nicht an jedem Sonntag sind Taufen möglich. Daher ist ein frühzeitiger Kontakt mit dem zuständigen Pfarramt nötig.
 
Die Taufe zielt auf den Glauben des Getauften. Eltern und Paten bejahen daher die Verpflichtung, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Die Übernahme einer Patenschaft setzt deshalb die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche voraus. Mindestens ein Pate sollte Mitglied der evangelischen Landeskirche sein. Die Eltern schlagen die Paten vor, und die Kirche beruft sie in dieses Amt.
 
In einem Taufgespräch mit der zuständigen Pfarrerin bzw. dem Pfarrer wird die förmliche Anmeldung vorgenommen. Der Taufgottesdienst wird vorbesprochen und das Wesen der Taufe erläutert. Daneben stehen konkrete Absprachen: Auswahl des Taufspruchs, Verzicht auf Fotoaufnahmen während des Gottesdienstes, Beitrag für den Blumenschmuck in der Kirche usw.
 
Beim Vollzug der Taufe wird der Name des dreieinigen Gottes über dem Täufling ausgerufen: Damit wird er in den Bereich der Herrschaft Gottes hineingestellt. Die Taufe wird mit Wasser vollzogen: Gott reinigt den Täufling von der Ursprungssünde und hebt somit das Getrenntsein von Gott auf. Die Handauflegung verdeutlicht zudem: Der Täufling wird berufen zur Teilhabe an der Gemeinschaft der Glaubenden mit dem dreieinigen Gott.
 
               Pfr. Dr. Thomas Knöppler, Crailsheim